Der Begriff «Mobilitätsdrehscheibe» beschreibt, so wie es im Rahmen des Projektes verstanden wird, einen optimierten Verkehrsknoten, auch kleiner Dimension, der sich an den Bedürfnissen des Fuß- und Radverkehrs orientiert und die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger verbessert. Hintergrund der Schaffung einer Mobilitätsdrehscheibe im Zollquartier ist die Ermöglichung eines Angebotsausbaus der trinationalen S-Bahn mit dem langfristigen Ziel eines 15-Minuten-Takts. Die Verbesserung der Umsteigebeziehungen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern S-Bahn, Tram und Bus in Lörrach und Riehen wird das Zollquartier weiter zusammenwachsen lassen. Zusätzlich werden neue Mobilitätsformen wie Sharing- und Informations-Angebote integriert. Dadurch können auch einfache Haltestellen zukunftsfähig aufgewertet werden.

Am Bahnhof Stetten soll das Umsteigen von Bus und Bahn erleichtert werden und die städtebauliche Qualität erhöht werden. Ein Straßenbahntrasse ist in dem Umbau Basler Straße (Baustein B) als Möglichkeit vorgehalten. Am Zoll soll das Umsteigen vom Lörracher Bus auf das Basler Tram verbessert werden. In Zukunft kann dort potenziell auch ein neuer S-Bahn Halt entstehen. Derzeit ist die Planung einer möglichen S-Bahn Haltestelle Zollweg in Hinblick auf die höher priorisierte Haltestelle Zentralklinikum aber zurückgestellt.

FutureStopps

Die Stadt Lörrach hat gemeinsam mit der IBA Basel 2020 den studentischen Wettbewerb ›Haltestelle der Zukunft‹ ausgelobt. Gesucht waren Ideen für eine Haltestelle, die eine Vision von neuen Mobilitätsformen, zukünftigem Reisen, Einsteigen, Umsteigen und Aufenthalten über Grenzen hinweg erlebbar macht. Das Siegerprojekt »drei(länder)eck« von Studierenden des Architektur-Masters der Hochschule für Technik Stuttgart wird als Prototyp umgesetzt und im Herbst über zwei Monate an der Basler Straße aufgestellt.

Stadtnachricht der Stadt Lörrach zur Prämierung

Modell Siegerprojekt “drei(länder)eck” von Studierenden der HTF Stuttgart